Die besten Paleo Pfannkuchen

Paleo Pfannkuchen zuzubereiten hat zu mehreren kleineren Küchenkatastrophen geführt. Alle sind sie mir auseinander gefallen bis ich nur eine Matsche in der Pfanne übrig hatte. Ohne Mehl, welches den Teig zusammen hält ein scheinbar hoffnungsloses Unternehmen. Bis ich über das Rezept von „Paleo Mum“ gestolpert bin. Dieses hat den Sonntag Morgen gerettet. Als ich Anfangs die Zutatenliste studiert habe, war ich allerdings etwas Misstrauisch: Grüne Kochbananen? Und das soll schmecken? Yessiree bob! Und wie!

Pfannkuchen (1 of 1)-2

Endlich Paleo Pfannkuchen, welche beim Backen nicht auseinander fallen und lecker schmecken!

Die Kochbananen werden in Mexico auch Platanos Machos genannt – woher das Machos wohl kommt? Auf jeden Fall müssen sie grün sein. Mit schwarzen Bananen klappts nicht. Glaubt mir das an dieser Stelle – ich hab’s versucht. Der Teig wird schön dick und glatt und bindet super. Die Pfannkuchen sollten bei mittlerer Hitze langsam gebacken werden. Schmecken tun sie mit Ahornsirup, frischen Früchten oder Beeren, Kokos-Sahne oder knusprigem Speck. Wer’s richtig süss mag, kann den Teig auch noch mit etwas Honig Süssen, mir persönlich genügen die Beilagen.

Leider sind die Fotos nicht so toll geworden – beim nächsten sonnigen Pfannkuchenfrühstück werde ich schauen, dass die Kamera schneller ist als der Hunger gross. Eigentlich habe ich schon wieder Lust darauf – zu dumm haben wir keine Kochbananen eingekauft.

Und hier das Rezept von „Paleo Mum“ auf Deutsch übersetzt :

Zutaten:

  • 2 grosse Kochbananen (grün)
  • 4 Eier
  • 2 EL Vanille-Extrakt
  • 3 EL Kokosnussöl (z.B. von Rapunzel), am besten kurz anwärmen, damit es flüssig ist
  • 1/2 EL Backpulver
  • eine Prise Salz
  • Kokosnussöl zum backen

Zubereitung:

  1. Als erstes die Kochbananen schälen. Ich schneide sie jeweils in zwei Hälften. Dann in Stücke schneiden und zusammen mit den Eiern in den Mixer geben. Solange mixen bis ein dicker, glatter Teig daraus entsteht.
  2. Dann die übrigen Zutaten dazugeben und nochmals gut mixen.
  3. Jetzt den Backofen auf ca. 50 C einstellen und einen grossen Teller vorwärmen.
  4. In einer Bratpfanne etwas Kokosnuss auf etwa halber Stufe schmelzen und dann den Teig vorsichtig hinein giessen. Ich backe sie jeweils in einem Durchmesser von 6-8 cm, dann kann ich sie leichter wenden.
  5. Ca. 4-5 Minuten auf der ersten Seite backen, bis die Oberfläche einigermassen fest ist und sich kleine Blasen bilden.
  6. Umdrehen und nochmals 1 1/2 – 2 Minuten auf der anderen Seite backen.
  7. Im Backofen warm halten, bis alle Pfannkuchen gebacken sind.
Pfannkuchen (1 of 1)

Ein leider unscharfes Bild des sehr leckeren Resultats.

Paleo Bananenbrot

Mein Lieblingsrezept für Süsses, seit ich meine Ernährung vor ein paar Jahren umgestellt habe, ist Bananenbrot. Es ist glutenfrei und low-carb aber schmeckt eher sündhaft.

Luftiges Bananenbrot mit Schokolade und Mandelsplittern

Luftiges Bananenbrot mit Schokolade und Mandelsplittern

Das Mehl wird durch Mandelmehl ersetzt. Viele Bioläden verkaufen Mandelmehl, in normalen Geschäften habe ich es in der Schweiz aber bislang noch nicht gefunden. In der Not kann man auch gemahlene Mandeln verwenden oder man mischt beides. Vermutlich wäre es bei einer Mandelallergie sogar möglich gemahlene Haselnüsse zu verwenden (ohne Garantie – das war eben laut gedacht). Bananenbrot ist ideal um überreife Bananen zu verwerten und man kann es in verschiedensten Varianten machen. Heute habe ich aus einer Laune heraus etwas Schokoladenpulver hinzugefügt und versucht den guten alten Marmorkuchen nachzumachen, den ich aus der Kindheit kenne. Man kann Mandelsplitter oder zerhackte Nüsse (am besten schmecken mir Pecan- oder Wallnüsse) darüber geben oder auch unter den Teig heben. Oder eben wie ich heute Schokoladenpulver (ohne Zuckerzusatz) zusammen mit dem Mandelmehl hinzugeben. Ich süsse das Bananenbrot nur sehr wenig, nämlich 1-2 EL Honig oder 3-4 EL Ahornsirup und empfehle hier nach eigenem Gusto vorzugehen. Die Bananen sind schon recht süss, wenn sie überreif sind. Aber ich bin hier kein Mass der Dinge mehr.

Das Bananenbrot lässt sich 2-3 Tage halten, schmeckt aber am besten frisch aus dem Ofen. Wenn es besonders dekadent sein soll, streichen wir hausgemachte Nussbutter darüber. Ich mache es oft am Sonntag Nachmittag als Snack und der Rest wird als Frühstück unter der Woche verwertet, da es dann meist recht schnell gehen muss.

Paleo Bananenbrot mit hausgemachter Nussbutter - ein Frühstück, das lange hält

Paleo Bananenbrot mit hausgemachter Nussbutter – ein Frühstück, das lange hält

Zutaten:

  • 3 Eier, getrennt
  • 4-5 EL Honig oder Ahornsirup
  • 2 EL Kokosnussöl
  • 1 EL Vanille-Paste
  • 2-3 reife Bananen, zerdrückt
  • 120 Mandelmehl (gemahlene Mandeln funktionieren auch)
  • 1 EL Backpulver
  • 1/2 EL gemahlener Zimt
  • je nach Lust und Laune und Küchenschrank: zerhackte Nüsse, Mandelsplitter, Schokoladenpulver (ohne Zuckerzusatz)

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 180 C vorheizen
  2. Das Eiweiss steif schlagen
  3. Dann in einer anderen Schüssel das Eigelb schaumig schlagen und den Honig oder den Ahornsirup hinzugeben
  4. Das Kokosnussöl, die Vanille-Paste sowie die Bananen unter das Eigelb rühren
  5. Das Mandelmehl, das Backpulver und den Zimt unterrühren
  6. Das Eiweiss vorsichtig unterheben
  7. In eine eingefettete Cakeform geben
  8. 40-45 Minuten in der Backofenmitte backen
Paleo Bananenbrot frisch aus dem Ofen

Paleo Bananenbrot frisch aus dem Ofen

Sobremesa, table talk, Tischgespräche…

Für mich sind es die schönsten Abende, wenn man mit den Liebsten nach dem Essen sitzen bleibt und über einem Glas Wein spannende und anregende Gespräche führt. Dafür gibt es im Spanischen ein Wort: sobremesa. Das Wort hat mich für den Namen dieses Blogs inspiriert. Aber ich kann es nicht so schön aussprechen wie ein gebürtiger Spanier. Also habe ich einen englischen Begriff gewählt, der ähnlich ist. Wobei Babbel ja darauf erklärt, dass es sich nicht übersetzen lässt. Eine Liste solcher „nicht übersetzbarer Worte“ findet sich hier.

Ein weiteres, das mir fast genauso gut gefällt ist mangata, wenn sich das Mondlicht auf dem Wasser widerspiegelt (Schwedisch). Fast schon poetisch. Oder utepils ist auch ganz toll und müsste direkt eingeführt werden. Was das heisst? Hier wird’s erklärt (auf Englisch):